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Triggerwarnung

An meinen Kursen und Workshops nehmen Menschen teil, die bereits lebensbedrohliche Situationen erlebt haben, oder mit Bedingungen erhöhter Gefahr zu tun haben. Dies könnten Unfälle, Verletzungen, Erste-Hilfe, Bedrohungen, Umgang mit Schusswaffen, Gewalt, sexuelle Übergriffe, Ertrinken, Ausgesetztheit in der Wildnis und vieles mehr sein.

Jeder Kurs beinhaltet die drei Säulen physisches, psychisches und fachliches Training. Dabei sind je nach Veranstaltung die Gewichtungen dieser Bereiche unterschiedlich. Das Training erfolgt dabei unter möglichst realitätsnahen Bedingungen getreu dem Motto: „Train as you fight“.

Im Ernstfall wirst du nur die Kompetenzen abrufen können, die du unter Stress trainiert und sicher internalisiert hast. Es wird nicht gelingen plötzlich aus dem Nichts heraus maximale Leistung zu erbringen. Je realistischer du trainierst, desto besser bist du auf den Ernstfall vorbereitet.

Ohne ausreichende Vorbereitung kann es gleich zu zwei schwerwiegenden Problemen kommen:

  • Die Wahrscheinlichkeit eine kritische Situation zu überleben sinkt!
  • Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit langfristig an Traumafolgestörungen wie einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) zu erkranken!

Um diesen beiden Problemen zu begegnen ist es hilfreich, Stress und Belastungen in ein Notfalltraining mit einzubauen. Diese sind:

  • Outdoor Erste-Hilfe-Kurs und Erste-Hilfe-Kurs für Jäger: Stress, Zeitdruck, Kälte, Dunkelheit, Angst, Blut, offene Knochenbrüche, Schusswaffen, Körperkontakt, Schreie, verletzte und tote Personen, abgetrennte Körperteile, Höhen und Tiefen, extreme körperliche Anstrengung, Orientierung im Wald, Einfluss der Witterung, Rauch, Feuer.
  • Die Psychologie des Überlebens und Survival-Training: Stress, Zeitdruck, Kälte, Dunkelheit, Angst und Panik, Blut, offene Knochenbrüche, Waffen, Körperkontakt, Schreie, verletzte und tote Personen, abgetrennte Körperteile, Höhen und Tiefen, extreme körperliche Anstrengung und Erschöpfung, Orientierung im Wald, Einfluss der Witterung, Rauch, Feuer, körperliche und mentale Gewalt, Verlust von Orientierung zu Zeit, Ort und Situation, Einschränkung von Sinnen, Menschenmengen, Schwimmen in offenen Gewässern, Verlust von Ausrüstung, Ekel, Schlachten.
  • Personal Survival-Training: Die Inhalte werden individuell abgestimmt.

Simulation

Verschiedene Elemente der Kurse werden in Simulationen geübt um in eine möglichst realitätsgerechte Erfahrung eintauchen zu können. Dies beginnt mit einem strukturierten Briefing, in dem das Szenario und die verwendete Ausrüstung für alle eindeutig wird. Es besteht ausreichend Zeit, sich mit der Ausrüstung auseinander zu setzen. Außerdem werden mögliche Simulationsartefakte vorbesprochen. Dies bedeutet, dass einzelne Aspekte der Simulation, die aus rechtlichen, ethischen und sicherheitstechnischen Gründen nicht realistisch möglich sind, überspielt werden müssen, um trotzdem innerlich „im Szenario“ zu bleiben. Nach der Simulation erfolgt ein Debriefing in dem die Lernerfahrungen reflektiert werden.

Simulation: Das Blut ist künstlich, das Adrenalin ist echt!

Umgang mit seelischer Belastung

Für Menschen die an Belastungen nach einer als gefährlich erlebten Situationen leiden, kann eine begleitete, achtsame Triggerexposition hilfreich sein, diese Erfahrung zu integrieren und an innerer Stabilität zurück zu gewinnen.

Für die Teilnahme an meinen Kursen gilt:

  • Bestehende seelische Belastungen müssen vor Kursbeginn besprochen werden. So können wir uns gemeinsam anschauen, ob der Kurs hilfreich, oder eher retraumatisierend wirken kann. Entweder ist eine Teilnahme dann nicht sinnvoll, oder diese kann angemessen begleitet werden, sodass traumatische Erfahrungen heilsam integriert werden können. Dissoziiert teilzunehmen ist nicht hilfreich und ermöglicht keine neue Lernerfahrung.
  • Niemand ist gezwungen an belastenden Kursabschnitten teilzunehmen.
  • Es gibt während des Kurses immer wieder Raum zur Reflexion und Integration der gemachten Erfahrungen.
  • Während und nach dem Kurs besteht die Möglichkeit für Einzelgespräche.

Verzögert nach einem außergewöhnlich belastenden Ereignis kann es zur Entwicklung einer Traumafolgestörung wie einer Anpassungsstörung, PTBS, Depression, Sucht, somatoforme Störungen oder Persönlichkeitsstörung kommen. Erkennbar kann dies unter anderem an folgenden Symptomen sein: Schlafstörungen, Angstträumen, Reizbarkeit, ungewolltes Wiedererleben der belastenden Situation („Flashbacks“), Anspannung und Übererregung („Hyperarousal“), Vermeidungsverhalten, gedrückte Stimmung, Interessenverlust und sozialem Rückzug.

Zur Selbsteinschätzung findest du hier validierte Tests der Bundeswehr. Diese können jedoch keine Diagnose ersetzen.

Psychotherapeutische Unterstützung findest du über die Suchfunktion der Kassenärztlichen Vereinigung:

Nicht immer ist eine Therapie notwendig. Deswegen können Klärungsgespräche mit Therapeuten vereinbart werden, ohne dass man sich für eine Therapie verpflichtet.

Du fühlst dich niedergeschlagen, bist des Lebens überdrüssig oder hast Gedanken an Suizid? Im akuten Notfall wähle immer die 112 oder begebe dich in die nächste psychiatrische Klinik. Verschiedene Krisendienste stehen online und telefonisch zur Verfügung. Informationen dazu findest du hier:

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