Erste-Hilfe-Kurs Jagd Spezial

Jäger sind besonderen Gefahren durch Schusswaffen, scharfe Klingen, Stürze beim Hochsitzbau und durch Tiere übertragbare Krankheiten ausgesetzt. Gerade auf Gesellschaftsjagden kann es schnell gefährlich werden. Immer wieder ereignen sich tragische Jagdunfälle mit teils tödlichem Ausgang. So mancher Tod kann dabei durch schnelles notfallmedizinisches Handeln verhindert werden.

Fallbeispiel: Im Juni 2017 steigt ein Jäger nach der morgentlichen Jagd, zu Hause in Kusey angekommen, aus seinem Auto. Dabei löst sich ein Schuss aus seiner Waffe und verletzt den Waidmann am Knie. Noch während er den Notruf absetzt wird er bewusstlos und stirbt kurz darauf an massivem Blutverlust aufgrund einer arteriellen Blutung. Hätte er ein Tourniquet dabei gehabt und es sicher anzuwenden gewusst, hätte er sehr wahrscheinlich überlebet. Dieses Beispiel zeigt, dass es nicht nur um die Hilfe verletzter Kameraden geht, sondern auch um Selbsthilfe.

Während Menschen die beruflich jagen entsprechend den Vorgaben der Berufsgenossenschaften regelmäßige Erste-Hilfe Kurse besuchen müssen, fehlt dieser Anspruch an die Großzahl der rund 400.000 Jagdscheininhaber in Deutschland. Spezielle Kurse sind rar gesät.

Ich biete, je nach Bedarf und gewünschter Tiefe, Kurse von einem bis drei Tagen Dauer an. Themen sind:

  • Schussverletzungen
  • Schnittverletzungen mit starker Blutung
  • Sturz vom Hochsitz mit Knochenbrüchen, insbesondere der Wirbelsäule und des Beckens
  • Verletzungen durch Tierbisse
  • Witterungsbedingte Schäden, insbesondere Unterkühlung
  • Schock und Bewusstlosigkeit
  • Wiederbelebung
  • Durch Zecken übertragbare Erkrankungen
  • Rettungskette Forst
  • Rettung in wegelosem Gelände
  • Zusammenstellung eines persönlichen Erste-Hilfe-Sets

Wie mein Outdoor Erste-Hilfe-Kurs orientiert sich der Erste-Hilfe-Kurs Jagd Spezial an den aktuellen medizinischen Leitlinien und Konzepten zur strukturierten Versorgung von Verletzten unter spezieller Betrachtung von Notfällen in der Wildnis. Dazu wird kein neues Vokabular oder Abkürzungen erfunden. Stattdessen verwenden wir international anerkannte und genutzte Begrifflichkeiten und Vorgehensweise in einfach zu verstehender Sprache.

In einer Notfallsituation steigt der Stresspegel und das rationale Denken und Handeln wird eingeschränkter. Deswegen nutzen wir nach dem Grundsatz „Treat first what kills first!“ ein standardisiertes Vorgehen, das selbst in anspruchsvollen Situationen ein sicheres Vorgehen ermöglicht.


In Kooperation mit der Jagd- und Wildnisschule Jagwina, südlich von Berlin, biete ich den Erste-Hilfe-Kurs Jagd Spezial an. Die Termine und Buchung findest du direkt hier.


Du hast erkannt, wie wichtig ein solcher Kurs ist und möchtest ihn gerne an deiner Jagdschule, in der Hegegemeinschaft oder für deine Reisegruppe vor dem Aufbruch nach Namibia veranstalten? Dann schreibe mir hier und wir finden ein individuelles Angebot.

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